Thailändischer Nam Prik Ong

Scharfer Tomatendip mit Hackfleisch aus Nordthailand

Thailändischer Nam Prik Ong

Eine Art thailändischer Speisen habe ich bisher für mich nur wenig erschlossen, nämlich die der Dips oder im englischsprachigen auch Relishes genannt. Das wollte ich nun ändern und habe mich letzte Woche an einem Tomatendip mit Hackfleisch aus Nordthailand mit dem Namen “Nam Prik Ong” (น้ำพริกอ่อง) versucht. “Nam Prik” lässt sich dabei einfach mit “Chilisoße” übersetzen, was auch erklärt, warum der Name “Nam Prik Plaa” für in Fischsoße eingelegte Chilis, wie sie in vielen Thai Restaurants auf dem Tisch stehen, ebenfalls mit “Nam Prik” beginnt.

Die Zubereitung eines solchen Dips erinnert dabei stark an die Herstellung einer Currypaste, denn auch hier werden die Zutaten zuerst in einem großen Mörser zu einer Paste verarbeitet, die dann die Basis für das weitere Gericht bildet. Und wie bei den Currypasten auch ist Garnelenpaste eine wichtige Zutat, die dem Dip Umami Geschmack verleiht. Als ungewöhnliche Zutat kommen beim Nam Prik Ong noch kleine Tomaten in die Paste. Diese Tomaten sind in Thailand lange nicht so süß wie bei uns und sollen dem Ganzen eher noch eine saure, auch etwas bittere Komponente verleihen. Man kann dafür also genau die billigen, noch etwas unreifen Cherrytomaten aus dem Supermarkt nehmen, die einem normalerweise immer zu sauer sind.

In das fertige Nam Prik Ong wird dann Klebreis, rohes Gemüse oder auch hartgekochte Eier gedippt. Bei uns gab es neben zwei hartgekochten Eiern rohe Schlangenbohnen sowie gedämpfte und rohe Thai Auberginen, die wir in das Nam Prik Ong dippen konnten.

Zutaten für 2 Personen

Zubereitung

Zuerst sollten die getrockneten Chilis für etwa zwanzig Minuten in lauwarmes Wasser eingelegt werden. Diese Wartezeit lässt sich damit Überbrücken, dass die Schalotten und die Knoblauchzehen geschält und danach in grobe Stücke zerschnitten werden. Danach können auch schon die Tomaten kurz abgewaschen, abgetropft und geviertelt werden.

Sobald die Chilis weich sind diese gründlich abtrocknen und dann zusammen mit einer Prise Meersalz in den Mörser geben, das Salz sollte dabei möglichst grob sein, um das zerstoßen aller Zutaten zu unterstützen. Die Chilis nun gründlich zerstoßen. Danach jeweils nacheinander das Zitronengras, die Schalotten und den Knoblauch in den Mörser geben und zusammen mit den anderen Zutaten zerstoßen bis eine grobe Paste entstanden ist.

In diese Paste dann die Garnelenpaste einrühren bis sie sich gleichmäßig verteilt hat, danach die Tomaten zur Pastenmischung geben und die Stücke vorsichtig mit dem Stößel des Mörsers andrücken ohne sie zu zermatschen, das passiert nachher beim Kochen ganz von selbst.

Nun das Öl in einem Wok oder einer Pfanne erhitzen und die Paste mit den Tomaten darin für mehrere Minuten anbraten bis sie duftet. Dann das Hackfleisch hinzugeben und dieses in der Paste köcheln lassen bis es durch ist, dabei darauf achten, dass sich keine größeren Fleischklümpchen bilden.

Das Ganze dann mit Fischsoße und Palmzucker würzen und noch einige Minuten köcheln lassen. Sollte das Ganze dabei zu trocken werden, gegebenenfalls etwas Wasser hinzugeben. Es sollte aber auch nicht zu feucht werden, eben so, dass man das Gemüse gut darin dippen kann.

Schließlich das fertige Nam Prik Ong in eine oder mehrere kleine Schüsseln geben und zusammen mit dem in mundgerechte Stücke geschnittenem Gemüse servieren.

Alle Zutaten
Im Mörser
Paste anbraten
Mit Hackfleisch
Beilagen
Nam Prik Ong