Thailändischer Snack Miang Kham

Leckeres im wilden Betelpfefferblatt

Thailändischer Snack Miang Kham

Miang Kham, den thailändischen Snack im wilden Betelpfefferblatt, hatte Anne vor einiger Zeit im Löwenbräukeller in Karlsruhe, der auch thailändische Speisen auf der Karte hat, als Vorspeise. Miang Kham hatte ich auch schon oft in Thailand gesehen, aber noch nie probiert. Gestern Abend entdeckte ich die Blätter im Gemüsekühlschrank des Asialadens meiner Wahl und beschloss, es einmal als Abendessen auszuprobieren. Wir waren beide von der Geschmacksvielfalt begeistert.

Zutaten für 3-4 Personen

Für die Soße

Zum Einwickeln

Zubereitung

Zuerst sollten die Erdnüsse und Cashews ohne Öl separat geröstet werden bis sie außen leicht dunkelbraun sind und ihr nussiges Aroma verströmen. Nebenher die getrockneten Shrimps in lauwarmes Wasser einweichem. Dann die beiden Nussarten in kleine Schüsseln geben. Dabei einen kleinen Teil der Erdnüsse für die Soße abzwacken.

Der Zubereitung der Soße widmen wir uns auch gleich. Dazu die Schalotte, den Knoblauch, den Ingwer und den Galangal schälen und jeweils in grobe Würfel schneiden. Das Zitronengras von den äußeren, holzigen Blättern befreien und den Rest in Ringe schneiden. Alle Zutaten dann ebenfalls ohne Öl anrösten bis sie trocken sind und ihr Aroma verteilen. Dann alles zusammen mit den abgezwackten Erdnüssen in einem Mörser zu einer grobe Paste zerstoßen.

Jetzt die Garnelenpaste mit etwas Öl anbraten bis auch sie ihr Aroma verströmt. Dann die zerstoßenen Zutaten aus dem Mörser hinzugeben und kurz weiter anbraten. Das Ganze dann mit thailändischer Fischsoße und etwas Wasser ablöschen. Den Palmzucker in die Soße geben und diese bei schwacher Hitze etwas eindicken lassen.

Während die Soße etwas abkühlt die wilden Betelpfefferblätter abwaschen und auf einen Teller geben. Diese Blätter, die auch Cha Plu Blätter - oder Bai Cha Plu (ใบชะพลู) auf Thai - genannt werden, sind zwar verwandt mit den Betelblättern, ihnen fehlt jedoch die stimulierende Wirkung und der bittere Geschmack. Sie haben aber durchaus einen ganz eigenen charakteristischen Geschmack. Deshalb lassen sie sich auch nur schwer durch etwas anderes ersetzen, am ehesten noch durch Pak Kanaa, dem chinesischem Brokkoli.

Danach den Ingwer und die Schalotten schälen, beides in kleine Würfel schneiden und auf kleine Schüsseln verteilen. Daraufhin die Thai Chilis in feine Ringe schneiden und auch diese in eine kleine Schüssel geben. Schließlich noch die Limette in sehr kleine Stücke zerschneiden und auch diese in eine Schüssel geben.

Jetzt auch die Soße in eine Schüssel umschütten, die eingeweichten Shrimps in eine weitere Schüssel geben und schließlich alle Schüsseln im Kreis um den Teller mit dem Pak Cha Plu arrangieren.

Dann kann es auch schon losgehen. Jeder nimmt sich nach und nach Cha Plu Blätter und belegt diese je nach Geschmack mit allen Zutaten und träufelt etwas Soße darüber. Dabei kann man sehr schön mit den einzelnen Geschmacksrichtungen spielen. Dazu empfiehlt sich ein kaltes Bier.

Zutaten
Alle Zutaten
Cashews anrösten
Cashews anrösten
Bai Cha Plu
Bai Cha Plu
Geröstete Zutaten
Geröstete Zutaten
Die fertige Soße
Die fertige Soße
Von Oben
Miang Kham von oben
Ein Blatt von mir
Ein Blatt von mir
Ein Blatt von Anne
Ein Blatt von Anne

Ein ähnlicher Snack

Ein sehr ähnlicher thailändischer Snack hört auf den Namen Gai Saam Yang. Dieser kommt ohne die Cha Plu Blätter und die Soße aus, setzt aber sonst auch auf den intensiven Geschmack der einzelnen Zutaten.