Laotisches Gang Keo Moo

Grünes Curry mit Schwein und Dill

Laotisches Gang Keo Moo

Beim letzten Einkauf im Asiashop sah es mit frischen Kräutern für thailändische Gerichte wieder recht mau aus, selbst der Koriander war schon ausverkauft. Allerdings gab es noch große Packungen Dill, die sogar im Angebot waren. Ich dachte mir, besser als gar nichts, dann mache ich mal wieder einen Ausflug in die laotische Küche. Dort kommt Dill wohl so oft zum Einsatz, dass er in Thailand auch “laotischer Koriander” genannt wird.

Beim Recherchieren von Rezepten stieß ich irgendwann auf die Aussage, dass Dill aber nie zusammen mit Kokosnussmilch Verwendung finden würde, andererseits fand ich Rezepte die genau diese beiden Zutaten kombinierten. Hier wurde ich neugierig und so habe mich an der laotischen Version eines grünen Curries mit Schweinelende, einem Gang Keo Moo, versucht. Mein Fazit ist, dass man Dill sehr wohl in einem Curry mit Kokosnussmilch verwenden kann und das fertige Gericht war der leckere Beweis hierfür. Hier nun also mein Rezept für ein laotisches Curry mit Dill und Kokosmilch.

Zutaten für 3-4 Personen

Für die Currypaste

  • 1 EL Koriandersamen
  • 1 EL Kreuzkümmelsamem
  • ein Stängel Zitronengras
  • 5g Galgant
  • 5g Ingwer
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 Schalotten
  • 2 Koriandewurzeln
  • 5 Korianderstängel ohne Blätter
  • 2-3 frische Thai Chilis
  • 1 EL gelbes Currypulver

Für das Curry

  • 650g Schweinelende
  • 5 EL der obigen Currypaste
  • 4-5 braune Champignons
  • 100g Minimaiskolben
  • 400ml Kokosmilch
  • 400ml Hühnerbrühe
  • 4 Kaffir-Limettenblätter
  • 2 EL Plaa Ra oder normale Fischsoße
  • 1 TL Palmzucker oder brauner Zucker
  • 6-8 Stängel Dill
  • 2 EL Pflanzenöl

Zubereitung

Für das Gang Keo Moo habe ich auch die Currypaste selbst zubereitet, da diese sich doch etwas von den typischen thailändischen Pasten für grünes Curry unterscheidet. Hierfür zuerst die Koriander- und Kreuzkümmelsamen in einer kleinen Pfanne ohne Öl anrösten bis sie duften, diese Körner dann vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit das Zitronengras vom trockenen Endstück, Halm und der äußersten Schale befreien und den verbleibenden Rest in dünne Ringe schneiden. Dann den Galgant, den Ingwer, den Knoblauch sowie die Schalotten Schälen und alles grob kleinschneiden. Schließlich noch die Thai Chilis, die Korianderwurzeln und -stängel in kurze Stücke zerschneiden.

Nun die gerösteten Samen im Mörser zu einem Pulver zerstoßen und dieses beiseite stellen. Dann nach und nach das Zitronengras, den Galgant, den Ingwer, den Knoblauch, die Schalotten, die Korianderwurzel und -stängel und schließlich die Chilis in den Mörser geben und alles zu einer groben Paste zerstoßen. In diese Paste zum Abschluss dann das Koriander-Kreuzkümmel-Pulver sowie gelbes Currypulver einrühren.

Dann die Schweinelende in mundgerechte Stücke schneiden und danach die Champignons achteln sowie die Minimaiskolben in abgeschrägt Stücke zerschneiden. Jetzt wäre auch ein guter Zeitpunkt um die Hühnerbrühe vorzubereiten, falls hierzu Brühwürfel oder -pulver verwendet werden.

Jetzt das Öl in einem Wok oder großem Topf erhitzen und die vorbereitete Currypaste darin anbraten bis diese duftet, dann das Fleisch hinzugeben und dieses zusammen mit der Paste scharf anbraten. Sobald sich das Fleisch vollständig verfärbt hat dieses herausnehmen und beiseite stellen.

Die im Wok verbleibenden Reste der Currypaste und das Fett vom Fleisch dann mit der Kokosmilch sowie der Hühnerbrühe ablöschen, die Hitze etwas reduzieren und das Ganze zum köcheln bringen. Eine paar frische Kaffir-Limettenblätter im Mörser zerdrücken und diese zusammen mit der Plaa Ra und dem Palmzucker in die Flüssigkeit einrühren.

Das Curry nun für etwa zehn Minuten köcheln lassen und dann die Champignons sowie die Minimaiskolben hinzugeben und für weitere zehn Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die feinen Dill Blätter von ihren Stängeln rupfen und diese bereithalten.

Jetzt die Schweinelende zurück in das Curry geben und dieses für etwa fünf Minuten mit köcheln lassen bis es durch aber noch nicht zäh ist. Dann den Wok von der Platte nehmen und den Dill unterrühren und diesen kurz im Curry ziehen lassen.

Das fertige Gang Keo Moo dann sofort mit Jasmin- oder noch besser Klebreis servieren.

Zutaten für die Paste
Paste
Paste Anbraten
Fleisch anbraten
Pilze und Mais
Dill
Mit Dill
Fertig