Pok Pok Noodles von Andy Ricker

Meine liebsten Kochbücher

Pok Pok Noodles von Andy Ricker

Über das Buch

Pok Pok Noodles - Recipes from Thailand and Beyond
von Andy Ricker & J.J. Goode, Ten Speed Press, New York City 2019

Nach den ersten beiden Büchern Pok Pok und The Drinking Food of Thailand dreht sich im dritten thailändischen Kochbuch des US-amerikanischen Kochs und früherem Restaurantbetreibers Andy Ricker alles um die Nudel.

Genauer gesagt geht es in dem englischsprachigen, reich bebilderten und übersichtlich gestalteten Buch, das Andy Ricker zusammen mit J.J. Goode verfasst hat, um thailändische Nudelsuppen sowie andere Nudelgerichte.

Nach einer allgemeinen Einleitung, in welcher der Autor uns Leser zu den Straßenständen Thailands entführt und über die Geschichte der Nudel als Import durch chinesische Einwanderer aufklärt, folgt eine Übersicht über die verschiedenen Nudelsorten sowie andere Zutaten und den Utensilien zur Zubereitung und dem Verzehr von Nudeln.

Der Rest des Buches ist in die sieben Kapitel “Khanom Jeen”, “Nudelsuppen”, “Gebratene Nudeln”, “Andere Nudelgerichte”, “Nicht-Nudeln” (“Not noodles”), “Allerlei” (“Sundries”) und “Getränke” unterteilt. Der Khanom Jeen ist dabei als einzige “indigene Nudel Thailands” ein eigenes Kapitel gewidmet.

Während die Titel der vorangehenden Kapitel weitestgehend selbsterklärend sind, mögen die der letzten drei Kapitel anfangs etwas verwundern. Unter “Not noodles” finden sich Gerichte, die es oft auch noch Suppenständen gibt, wie zum Beispiel Khao Pad, Moo Daeng oder Moo Grob. So verhält es sich auch mit dem Kapitel “Getränke”.

Zwischen diesen beiden Kapitel findet man unter “Allerlei” dann noch verschiedene Ein- und Beilagen zu Nudelsuppen und anderen Gerichten. Hier trifft man zum Beispiel auf Luk Chins, gesalzene Enteneier, Nam Prik Pao oder Chilis in den verschiedensten Formen der Zubereitung.

Die Rezepte selbst sind sehr ausführlich und gehen oft über mehrere Seiten. Bei den Zutatenlisten hat Ricker sehr oft Angaben nach Gewicht gemacht, wobei er leider nicht durchgängig das metrische System benutzt. Etwas Umrechnen ist also im Vorfeld angesagt, spätesten bei den US-amerikanischen Volumeneinheiten. Bei den meisten Rezepten beziehen sich die Angaben auf eine Portion, was besonders bei Wokgerichten ja auch sinnvoll ist.

Bei jedem Rezept findet sich ein Geschmacksprofil, wie zum Beispiel “Rich, fatty, umami-bomby”, welches eventuell dabei hilft, das passende Gericht für ein ganzes Menü zu finden. Des Weiteren sind als “Kruang Phrung” Beilagen aus dem Kapitel “Allerlei” genannt, die gut zu dem betreffenden Gericht passen. Schließlich findet sich bei jedem Rezept noch Symbole wie “Gabel und Löffel” oder “Essstäbchen”, die anzeigen, mit welchen Utensilien du das Gericht am besten verzehrst.

Was mir etwas schwerfällt, ist eine Empfehlung für Einsteiger in die thailändische Küche auszusprechen. Für diese könnte das Buch etwas zu viele Informationen auf einmal enthalten, andererseits ist wirklich alles sehr gut erklärt und Andy Ricker “betreut” den Leser doch sehr eng.

Fortgeschrittenen Thai Köchinnen und Köchen dagegen kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, da es eben jede Menge Informationen rund um thailändische Nudelgerichte und dabei sicherlich noch viel Neues enthält.

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