Meine 24 liebsten Thai Gerichte

Die Liste zu meinem Adventskalender 2022

Meine 24 liebsten Thai Gerichte
Garküche auf dem Chatuchak Weekend Market in Bangkok

Dies ist eine alphabetische Auflistung der Gerichte aus meinem Adventskalender 2022. Hier findest du zusätzliche Informationen zu den einzelnen Gerichten und Links zu Rezepten auf meinem Blog.

An dieser Stelle möchte ich noch auf meinen Artikel Kauderwelsch bei Thai Speisen hinweisen, in dem ich versuche etwas Klarheit in die unterschiedlichen Transkriptionen der einzelnen Gerichte zu bringen.

Falls du auf der Suche nach einer “vollständigeren” Liste von Thai Gerichten bist, möchte ich dich auf die englischsprachige List of Thai dishes auf Wikipedia verweisen.

Hier schonmal die Liste im Überblick:


Gaeng Hang Lae (แกงฮังเล)

Gaeng Hang Lae ist ein deftiges Curry aus dem Norden Thailands. Neben fettigem Schweinefleisch, Schälrippchen oder Schweinebauch enthält es meist noch eine große Menge an Knoblauch und Schalotten, aber keine Kokosmilch.

Das Gericht stammt ursprünglich aus dem benachbarten Myanmar, wo es “Hin Lay” (ဟင်းလေး) genannt wird. In Restaurants mit englischer Speisekarte in nordthailändischen Städten wie Chiang Mai oder Chiang Rai ist es auch als “Burmese Curry” oder “Chiang Mai Curry” zu finden.

Selbstgekochtes Gaeng Hang Lae
Selbstgekochtes Gaeng Hang Lae
Gaeng Hang Lae in Bangkok
Gaeng Hang Lae in Bangkok

Einige Variationen


Gaeng Kiaw Wan (แกงเขียวหวาน)

Das grüne Thai Curry wird in Thailand “Gaeng Kiaw Wan” genannt, was wörtlich übersetzt “hell grünes Curry” bedeutet. Dieses aromatische und meist auch scharfe Curry wird oft mit kräftigerem Fleisch wie zum Beispiel Rindfleisch oder Schweinefleisch zubereitet.

Als Gemüse werden typischerweise verschiedene Thai Auberginen oder auch grüne Bohnen verwendet. Wichtig für den Geschmack ist der Thai Basilikum, welcher zum Schluss in das Curry eingerührt wird und dort kurz, wie bei einem Tee, zieht.

Gaeng Kiaw Wan Nuea
Gaeng Kiaw Wan Nuea

Einige Variationen


Gaeng Massaman (แกงมัสมั่น)

Das Massaman Curry stammt aus dem muslimischen Süden Thailands und kann seine malaysischen und damit auch indischen Wurzeln nicht verbergen. In der Currypaste kommen Gewürze wie Kardamom, Zimt, Nelken, Sternanis, Kreuzkümmel und Muskat zum Einsatz und verleihen dem Curry einen sehr aromatischen Geschmack. Die Kokosmilch rundet das Ganze dann noch ab.

Dazu passend wird meist Rind- oder Lammfleisch verwendet, was beides kräftig im Geschmack ist. Zusammen mit Kartoffeln und Süßkartoffeln schmort das Fleisch dann mindestens eine Stunde im Curry. Es gibt auch Varianten mit Geflügel, aber da finde ich den Geschmack zu flach und Schweinefleisch ist im Süden aus religiösen Gründen Tabu. Ein Gaeng Massaman kann aber auch vegetarisch, einfach nur mit Kartoffeln und Süßkartoffeln zubereitet, sehr lecker sein.

Selbstgemachtes Gaeng Massaman Gae
Selbstgemachtes Gaeng Massaman Gae
Gaeng Massaman Gae in Bangkok
Gaeng Massaman Gae in Bangkok

Gaeng Nam Ya (แกงน้ำยา)

Nam Ya Curry ist eine klassische Soße zu Khanom Jeen, einer fermentierten thailändischen Reisnudelsorte. Sowohl diese Nudeln als auch das Nam Ya Curry sind bei uns weitestgehend unbekannt. So habe ich “Khanom Jeen Nam Ya” (ขนมจีนน้ำยา) noch nie auf der Speisekarte eines thailändischen Restaurants in Europa gesehen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass es die Nudeln bei uns einfach nicht gibt und das Curry mit Reis irgendwie nicht so toll schmeckt.

Das Nam Ya Curry stammt ursprünglich aus dem Süden Thailands. Das Besondere daran ist, dass zum einen sehr viel Fingerwurz für die Paste zum Einsatz kommt und zum anderen, dass ein Teil des verwendeten Fischs oder des Fleisches zusammen mit der Currypaste zerstoßen und quasi in diese hineingearbeitet wird. Früher waren das meist Reste vom Vortag. Der Name Nam Ya lässt sich mit “Flüssige Medizin” übersetzen und rührt eventuell daher, dass Fingerwurz auch als Heilpflanze Verwendung findet.

Klassischerweise wird Nam Ya Curry in Südthailand ohne Kokosmilch zubereitet. Es gibt in Zentralthailand aber auch mildere Variationen, bei denen Kokosmilch verwendet wird. Man spricht dann von “Geang Nam Ya Kati” (แกงน้ำยากะทิ).

Nam Ya Talee mit Reisnudeln
Nam Ya Talee mit Reisnudeln
Nam Ya Hed mit Kokosmilch und Reisnudeln
Nam Ya Hed mit Kokosmilch und Reisnudeln

Einige Variationen


Gaeng Som (แกงส้ม) oder Gaeng Lueng (แกงเหลือง)

Gaeng Som (แกงส้ม) ist ein saures und würziges Curry aus dem Süden Thailands. Es handelt sich dabei um ein Curry ohne Kokosmilch, welches meist mit Fisch oder Meeresfrüchten sowie regionalem Gemüse zubereitet wird. Eine beliebte Variante hat auch Cha-Om-Omelette als Einlage. Charakteristisch für diese Art Curry ist der säuerlichere Geschmack, der durch die Zugabe von Tamarinde erzeugt wirkt.

Verwirrenderweise gibt es auch in Zentralthailand ein Curry Namens “Gaeng Som”. Dieses hat im Gegensatz zur südthailändischen gelben Variante jedoch eine rötliche Färbung und geht vom Geschmack her leicht ins Süßliche. Um Verwechslungen vorzubeugen, wird südthailändisches Gaeng Som in Bangkok und anderen Regionen Zentralthailands normalerweise als “Gaeng Lueng” (แกงเหลือง) bezeichnet, was sich mit “Gelbes Curry” übersetzen lässt.

Gaeng Som Cha Om
Gaeng Som Cha Om
Gaeng Som in Trang
Gaeng Som in Trang

Einige Variationen


Goong Ob Woon Sen (กุ้งอบวุ้นเส้น)

Dieses Gericht, das ursprünglich aus der chinesischen Chaozhou Küche stammt und mit chinesischen Einwanderern nach Thailand kam und dort angepasst wurde, erfreut sich heute in ganz Thailand großer Beliebtheit. Es wird mit Garnelen und Glasnudeln zubereitet, die von viel Ingwer und anderen Gewürzen begleitet werden.

Der Name setzt sich aus den drei Bestandteilen “Garnele” (Goong), “backen” (on) sowie “Glasnudeln” (Woon Sen) zusammen und verrät schon, dass dies Gericht üblicherweise kein Wokgericht ist. Vielmehr wird es in einem Tontopf mit geschlossenem Deckel gebacken. Du kannst es allerdings mit gewissen geschmacklichen Abstrichen auch im Wok zubereiten.

Am besten schmeckt es mit frischen und rohen Garnelen, deren Saft dann beim Backen in die Glasnudeln ziehen kann und sich wunderbar mit den Aromen der Gewürze verbindet.

Selbstgemachtes Goong Ob Woon Sen
Selbstgemachtes Goong Ob Woon Sen
Goong Ob Woon Sen in Krabi
Goong Ob Woon Sen in Krabi

Einige Variationen


Khao Man Gai (ข้าวมันไก่)

Khao Man Gai (ข้าวมันไก่) ist ein sehr beliebtes Streetfood Gericht, das du in Thailand bei vielen Garküchen bekommst. Der Name Khao Man Gai lässt sich mit “Fetter Reis mit Huhn” übersetzen. Das beliebte Gericht ist die thailändische Interpretation des Hähnchen-Reis nach Hainan Art, der ursprünglich von der gleichnamigen chinesischen Inseln stammt.

Im Grunde genommen handelt es sich dabei um ein Pilau Gericht, bei dem der Reis in Hühnerbrühe statt in Wasser gekocht wird. Solche Gerichte gibt es in ganz Asien bis in den Nahen Osten hinein. Zu Khao Man Gai wird typischerweise noch eine Hühnersuppe, die ebenfalls aus der Brühe zubereitet wird, sowie eine mehr oder weniger scharfe Soße serviert.

Selbstgemachtes Khao Man Gai
Selbstgemachtes Khao Man Gai
Khao Man Gai am Suvarnabhumi Airport
Khao Man Gai am Suvarnabhumi Airport

Zweimal auf meinem Blog


Khao Moo Daeng (ข้าวหมูแดง)

Khao Moo Daeng (ข้าวหมูแดง) ist ein weitverbreitetes und sehr beliebtes Streetfood Gericht, das wörtlich übersetzt “Reis mit rotem Schweinefleisch” bedeutet. Es handelt sich dabei um dünne Scheiben von geröstetem Schweinefleisch nach Art des chinesischen “Char Siu” (叉燒), die zusammen mit einer roten Soße auf Reis serviert werden. Oft gibt es noch hartgekochte Enten- oder Hühnereier als Beilage dazu.

Der ungewöhnliche Name rührt daher, dass die Marinade für das Fleisch und später auch das Fleisch selbst eine mehr oder weniger starke rote Farbe besitzen. Früher wurde für die Farbe nur fermentierter roter Tofu verwendet, heutzutage wird aber auch oft mit Lebensmittelfarbe nachgeholfen. Aus Resten der Marinade wird dann auch die rote Soße gewonnen.

Khao Moo Daeng
Khao Moo Daeng

Einige Variationen


Khua Kling (คั่วกลิ้ง)

Beim Khua Kling handelt es sich um ein scharfes, trockenes Curry aus dem Süden Thailands. Es besteht im wesentlichen aus Hackfleisch und der für den Süden typischen Khua Prik Currypaste. Beim Fleisch handelt es sich meist um Schweinefleisch, da dieses recht fettig ist. Das Gericht kann aber auch mit Geflügel oder Rindfleisch zubereitet werden. Für Fisch ist es eher ungeeignet.

Beim Kochen wird das gehackte Fleisch zusammen mit der Currypaste angebraten. Es wird nur das Nötigste an Flüssigkeit hinzugegeben, damit das Ganze nicht anbrät. So entsteht ein geschmacksintensives trockenes Curry, das vor dem Servieren typischerweise noch mit in dünne Streifen geschnittenen Blättern der Kaffir-Limette garniert wird.

Selbtgemachtes Khua Kling
Selbtgemachtes Khua Kling
Khua Kling auf Ko Lanta
Khua Kling auf Ko Lanta

Einige Variationen


Larb Ped (ลาบเป็ด)

Der Larb Ped ist ein Salat aus dem Isaan und stammt ursprünglich aus dem Nachbarland Laos. Er wird aus gehacktem Entenfleisch, einigen Kräutern, geröstetem Reispulver sowie frittierten Chilis und Kaffir-Limettenblättern zubereitet.

Es gibt Larb natürlich auch mit anderem Fleisch, aber mein Favorit ist dieser mit Ente, da das Fleisch meiner Meinung nach einfach den perfekten Geschmack und die richtige Konsistenz mitbringt.

Da du das Fleisch für den Salat idealerweise selbst hacken solltest, benötigst du für die Zubereitung eines Larbs ein stabiles Hackbrett und ein schweres Messer oder Küchenbeil.

Selbstgemachter Larb Ped
Selbstgemachter Larb Ped
Larb Ped auf dem Amazing Thailand Festival
Larb Ped auf dem Amazing Thailand Festival

Das Rezept und andere Larbs


Miang Kham (เมี่ยงคำ)

Miang Kham ist ein sehr beliebter thailändischer Snack, den du eigentlich immer auf Essensmärkten in ganz Thailand finden kannst. Dabei werden mehrere Zutaten wie getrocknete Garnelen, frische Chilis, Nüsse und vieles mehr zusammen mit einer aromatischen Soße in die Blätter des wilden Betelpfeffer eingerollt und dann mit einem Happs verspeist.

Dabei kannst du die einzelnen Zutaten frei kombinieren und so immer wieder neue, verrückte Geschmacksexplosionen erleben. Auf den Märkten sind alle Zutaten einzeln verpackt, Zuhause kannst du sie auf viele kleine Schüsselchen verteilen und schön anrichten.

Miang Kham mit typischen Zutaten und Soße
Miang Kham mit typischen Zutaten und Soße
Miang Kham Set in Thong Sala
Miang Kham Set in Thong Sala

Rezept und mehr


Moo Dad Deaw (หมูแดดเดียว)

Bei Moo Dad Deaw handelt es sich um mariniertes Schweinefleisch, das in der Sonne getrocknet wird und danach oft noch frittiert wird. Es ist ein beliebter Snack, der meist mit einem scharfen Dip namens “Nam Jim Jaew” (น้ำจิ้มแจ่ว) verspeist wird. Ich bereite Moo Dad Deaw im Dörrautomaten zu, da ich selbst der starken südbadischen Sonne nicht zutraue, das Fleisch ordentlich durchzutrocknen.

Selbstgemachtes Moo Dad Deaw
Selbstgemachtes Moo Dad Deaw
Moo Dad Deaw trocknet vor dem Tempel
Moo Dad Deaw trocknet vor dem Tempel

Rezept und andere Fleischsorten


Moo Grob (หมูกรอบ)

Zum Unverständnis und ich glaube sogar zum Entsetzen meiner Mutter, bin ich ein großer Freund von Schweinebauch. Ich meine damit jedoch nicht das gepökelte und gekochte, wabbelige Zeug, das es bei uns teilweise gibt, und das ihr dabei sicherlich vorschwebt, sondern den kross gebackenen oder frittierten thailändischen Schweinebauch mit dem schönen Namen Moo Grob (หมูกรอบ).

Der Schweinebauchschnitt, der hierbei Verwendung findet, wird auf Thai auch “Moo Sam Chan” (หมูสามชั้น) also “dreischichtiges Schweinefleisch” genannt, weil er aus der Schweineschwarte, dem Fett und etwas Fleisch besteht. Bei der Zubereitung besteht die Kunst nun darin, die Schwarte möglichst kross und das Fett butterweich hinzubekommen. Auch die richtige Marinade spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Der fertige Moo Grob selbst findet dann in vielen thailändischen Gerichten Verwendung, wie zum Beispiel Pad Pak Kanaa Moo Grob (ผัดคะน้าหมูกรอบ), Khao Moo Grob (ข้าวหมูกรอบ), Khao Moo Grob Moo Daeng (ข้าวหมูกรอบหมูแดง), Moo Grob Pad Kra Pao (หมูกรอบผัดกะเพรา) oder Yam Moo Grob (ยำหมูกรอบ). Sprich, er ist ein echter Tausendsassa, der einfach jedes Gericht besser macht.

Moo Grob nach Lung Priau
Moo Grob nach Lung Priau
Khao Moo Grob Moo Daeng bei ETECTURE
Khao Moo Grob Moo Daeng bei ETECTURE
Moo Grob Stand in Thong Sala
Moo Grob Stand in Thong Sala

Einige Rezpte


Moo Kata (หมูกระทะ)

Ein Moo Kata Grill ist die thailändische Interpretation und Kombination von zwei sehr geselligen Zubereitungsformen aus Korea und China. Die Rede ist vom koreanischen BBQ-Grill und dem chinesischen Feuertopf. Der thailändische Name หมูกระทะ lässt sich mit “Pfannenschweinefleisch” übersetzen.

Während auf der gewölbten Grillfläche Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Pilze gegrillt werden, blubbert in dem umgebenden Ring eine Brühe vor sich hin. Durch die herabfließenden Säfte aus dem Fleisch wird diese Brühe immer gehaltvoller. In die Brühe kann man dann noch Nudeln, Fleischbällchen und Gemüse geben und bekommt so noch eine leckere Suppe.

Moo Kata Restaurants sind in Thailand sehr beliebt und so findet man in jeder größeren Stadt meist gleich mehrere Restaurents. Auf jedem Tisch steht dann ein solcher Tischgrill und die Gäste holen sich am Buffet ihre liebsten Zutaten oder bestellen diese per Ankreuzzettel oder Tablet.

Moo Kata bei uns Zuhause
Moo Kata bei uns Zuhause
Moo Kata in Thong Sala
Moo Kata in Thong Sala

Einige Variationen


Nam Prik Ong (น้ำพริกอ่อง)

Nam Prik Ong ist ein Dip aus Tomaten, Hackfleisch sowie gerösteten Chilis und Gewürzen. Er ist typisch für den Norden Thailands und hat vermutlich laotische Wurzeln. Zu dem Dip wird Klebreis und rohes Gemüse wie Thai Auberginen, Babymais, Schlangenbohnen oder Gurken gereicht. Auch hartgekochte Eier oder geräucherte Wurstscheiben sind eine beliebte Beilage zum Dippen.

Nam Prik Ong
Nam Prik Ong
Nam Prik Ong im nordthailändischen Pai
Nam Prik Ong im nordthailändischen Pai

Rezept und Variationen


Pad Phed Prik Thai On (ผัดเผ็ดพริกไทยอ่อน)

Bei einem Gericht mit dem länglichen Namen Pad Phed Prik Thai On handelt es sich um ein Wokgericht, in dem Fleisch oder Fisch zusammen mit Fingerwurz, Bambussprossen und frischem grünen Pfeffer in einer roten Currypaste angebraten werde. Der frische grüne Pfeffer, auf Thai “Prik Thai On”, gibt dem Gericht dabei seinen Namen. In der Kombination mit den übrigen Zutaten verleiht er dem Gericht einen unvergleichlichen Geschmack.

Nuea Pad Phed Prik Thai On
Nuea Pad Phed Prik Thai On
Plaa Duk Pad Phed Prik Thai On in Pai
Plaa Duk Pad Phed Prik Thai On in Pai
Plaa Pad Phed Prik Thai On in Bang Saphan
Plaa Pad Phed Prik Thai On in Bang Saphan

Rezept


Pad Kra Pao (ผัดกะเพรา)

Ein Gericht, wie es einfacher und leckerer nicht sein könnte. Knoblauch und Chilis im Mörser zerkleinern und die übrigen Zutaten in dieser Paste anbraten. Ein paar Soßen dazu geben und das Ganze mit Heiligem Basilikum vermischen. Fertig! Für mich ist ein Spiegelei dazu obligatorisch.

Selbstgemachtes Pad Kra Pao
Selbstgemachtes Pad Kra Pao
Pad Kra Pao bei Phed Mark
Pad Kra Pao bei Phed Mark

Einige Variationen


Pad Pak Bung (ผัดผักบุ้ง)

Gebratener Wasserspinat oder auf Thai “Pad Pak Bung” ist ein einfaches, aber trotzdem sehr beliebtes Wokgericht, das du in Thailand in vielen Restaurants findest. Der Wasserspinat wird dann auf englischsprachigen Speisekarten oft unter dem Namen “Morning Glory” angeboten. In der einfachsten Variante wird der Wasserspinat dabei lediglich mit Knoblauch, Thai Chilis, gelber Bohnenpaste und Sojasoße im Wok scharf angebraten.

Besonders lecker finde ich die Variante “Pad Pak Bung Fai Daeng” (ผัดผักบุ้งไฟแดง่), was sich als “Feuerroter gebratener Wasserspinat” übersetzen lässt. Hierbei wird das Ganze zusammen mit vielen Chilis und bei sehr hoher Hitze im Wok zubereitet.

Pad Pak Bung
Pad Pak Bung
Pad Pak Boong Fai Daeng
Pad Pak Boong Fai Daeng

Einige Variationen


Pad Phed Sator Goong (ผัดเผ็ดสะตอกุ้ง)

Das Pad Phed Sator Goong (ผัดเผ็ดสะตอกุ้ง) ist ein typisches Gericht aus dem thailändischen Süden, genauso wie das verwendete Gemüse sehr charakteristisch für Südthailand ist und auch fast nur dort angebaut wird. Gemeint ist die Sator Bohne, die ganz ordinär auch Stinkbohne genannt wird und in vielen südlichen Ländern Südostasiens sehr beliebt ist, insbesondere in Indonesien, Malaysia, Singapur und eben auch im Süden Thailands.

Die Stinkbohne hat einen einzigartigen, leicht nussig-bitteren Geschmack und irgendwie auch eine lustige Textur. Sie verleiht Gerichten eine ganz besondere Note, Pad Phed Sator Goong ist hiervon ein Klassiker und das wohl bekannteste Gericht. Es handelt sich um ein trockenes Wokgericht, bei dem Garnelen und Sator in einer Currypaste angebraten werden. Ich finde diese Kombination aus scharfer Paste, leicht süßlichen Garnelen und nussigen Sator Bohnen einfach genial.

Pad Phed Sator Goong
Pad Phed Sator Goong

Rezepte und Alternativen


Rad Na (ราดหน้า)

Das beliebte Streetfood Gericht Rad Na stammt, wie viele thailändische Nudelgerichte, ursprünglich aus der chinesischen Küche, um genauer zu sein aus der Chaoshan Küche. Hierbei wird eine mit Stärke eingedickte und mit gelber Bohnenpaste aromatisiere dicke Soße über gebratene Reisnudeln gegossen. Die typischen Einlagen für die Soße sind mariniertes Schweinefleisch und chinesischer Brokkoli. Rad Na kann aber auch mit anderen Arten von Fleisch oder komplett vegetarisch mit Pilzen und Tofu zubereitet werden.

Der thailändische Name ราดหน้า des Gerichts wird in der Umgangssprache manchmal auch als “Lad Na” ausgesprochen. Ab und zu wird Rad Na auch mit frittierten Mie-Nudeln, sogenannten Mee Grob (หมี่กรอบ), statt der Reisnudeln oder mit beiden Nudelsorten in Kombination serviert. Als Beilage zu dem Gericht werden meist milde, in Essig eingelegte Chilis gereicht.

Selbstgemachtes Rad Na Moo
Selbstgemachtes Rad Na Moo
Rad Na Mee Grob in Bangkok
Rad Na Mee Grob in Bangkok

Einige Variationen


Seua Rong Hai (เสือร้องไห้)

Der beliebte Snack Seua Rong Hai stammt aus dem Isaan und hat daher sehr wahrscheinlich laotische Wurzeln. Es handelt sich dabei klassischerweise um marinierte und gegrillte Rinderbruststreifen, die zusammen mit rohem Gemüse und einer scharfen Soße serviert werden. Ich nehme dafür aber auch gerne ein Rinderhüftsteak oder ein Rumpsteak.

Der thailändische Name เสือร้องไห้ des Gerichts lässt sich mit “Heulender Tiger” oder “Weinender Tiger” übersetzen. Über die Herkunft des Namens gibt es verschiedenste Geschichten und Theorien. Meine präferierte, aber wohl unwahrscheinliche ist die, dass die Soße so scharf ist, dass sogar ein Tiger weinen muss.

Eine wahrscheinlichere Theorie sieht die Herkunft des Namens im Fleisch selbst und in dessen Zubereitungsart. Aufgrund seiner Maserung wurde das Brustfleisch vom Rind früher auch als “Tigerfleisch” bezeichnet. Wenn das Fleisch gegrillt wird, schmilzt das in den Muskelfasern angesammelte Fett durch die Hitze und tropft langsam aus dem Fleisch heraus. Das Fleisch “weint” also “Tränen” aus Fett. Und fertig ist der “Weinende Tiger”.

Noch eine weitere Theorie ist etwas esoterischer. Früher wurden Kühe oft im Wald gehalten und so kam es vor, dass die eine oder andere Kuh auch schon mal von einem Tiger gerissen wurde. Die Bauern fanden dann oft halb verspeiste Kadaver vor, weil eine ganze Kuh auch für einen Tiger zu viel ist. In ihrer Vorstellung schrieben sie jedem Tier menschliche Emotionen und Gefühle zu. So stellten sie sich vor, dass der Tiger sicherlich traurig darüber war, dass er nicht alles essen konnte und deshalb zu weinen anfing. Da man aber auch pragmatisch war, wurden die Überreste, die der traurige Tiger nicht schaffte, selbst gekocht und verspeist.

Selbstgemachtes Seua Rong Hai
Selbstgemachtes Seua Rong Hai
Seua Rong Hai auf dem Asian Street Food Festival
Seua Rong Hai auf dem Asian Street Food Festival

Rezept


Som Tam (ส้มตำ)

Der bekannte thailändische Salat Som Tam (ส้มตำ) stammt aus dem Isaan und wurde dort von Einwanderern aus Laos eingeführt. Daher findest du diesen Salat auch im Nachbarland Laos wo er “Tam Mak Hoong” heißt. Der Som Tam besteht aus unreifer Papaya, die typischerweise zusammen mit Chilis, Knoblauch, Palmzucker, Fischsoße, Limette und Tomaten in einem großen Tonmörser zerstampft wird.

Beim Stampfen, auf Thailändisch “Tam” (ตำ), vermischen sich die Aromen miteinander und es entsteht eine sehr komplexe Geschmacksmischung. Auch die Chilis entfachen ihre Schärfe beim Stampfen viel stärker als bei anderen Zubereitungsarten, daher kann ein Som Tam, besonders in Thailand, extrem scharf sein.

Der Namenszusatz Som (ส้ม) bedeutet “sauer” und somit handelt es ich beim Som Tam um den “Sauren gestampften Salat”. Dies deutet schon darauf hin, dass dieser nur ein Vertreter von vielen aus der großen thailändisch-laotischen Familie der Tam Salate ist.

Selbstgemachter Som Tam
Selbstgemachter Som Tam
Som Tam mit Wurst in Thailand
Som Tam mit Wurst in Thailand

Einige Variationen


Yam Plaa Muek (ยำปลาหมึก)

Bei Yam Salaten gibt es unzählige Variationen, da sich ja fast jedes Fleisch sowie jeder Fisch und auch fast jedes Gemüse und sogar Pilze oder Tofu mit etwas Limettensaft, Fischsoße und Palmzucker sowie einigen Kräutern in einen Yam Irgendwas verwandeln lassen.

Trotzdem sticht der Yam Plaa Muek (ยำปลาหมึก) mit Tintenfisch für mich persönlich hervor. Sei es, weil ich einfach gerne Tintenfisch esse oder weil er auch auf vielen Speisenkarten von thailändischen Restaurants zu finden ist, einen Yam Plaa Muek bestelle ich sehr gerne oder bereite ihn schnell selbst zu Hause zu.

Selbstgemachter Yam Plaa Muek
Selbstgemachter Yam Plaa Muek
Yam Plaa Muek in Thailand
Yam Plaa Muek in Thailand

Einige Variationen


Yam Woon Sen (ยำวุ้นเส้น)

Der Yam Woon Sen ist ein leckerer Glasnudelsalat der mit mehr oder weniger vielen anderen Zutaten wie Meeresfrüchten, Hackfleisch, Tomaten, Erdnüssen, Koriander und Thai Sellerie zubereitet wird. Das Dressing ist dabei die typische Yam Soße aus Limettensaft, Fischsoße und Palmzucker. Dem Dressing wird dabei je nach Rezept meist noch Nam Prik Pao beigemischt. Der Yam Woon Sen war jahrelang der Namenspatron meines Blogs “foodie.yamwoonsen.de”, bevor ich diesen 2021 in “der.reisko.ch” umbenannt habe.

Yam Woon Sen
Yam Woon Sen
Yam Woon Sen am Busbahnhof in Chiang Mai
Yam Woon Sen am Busbahnhof in Chiang Mai

Einige Variationen